FLUGPLATZ KOMMANDO EMMEN (Flpl Kdo 7) Dienststelle Buochs

 

 

Der Flugplatz Buochs wurde in den 40er Jahren als Militärflugplatz der Schweizer Armee gebaut. Neben der Armee hat sich im Verlauf der Jahre auch die Flugzeugindustrie rund um den Flugplatz entwickelt. Die Pilatus Flugzeugwerke haben bereits seit über 60 Jahren ihren Hauptsitz auf dem Flugplatz Buochs. Ferner sind Unternehmen wie die RUAG Aerospace, Aerolite direkt am Flugplatz ansässig. Über Jahrzehnte hinweg wurde die Geschichte der Luftwaffe, des Flugplatzes Buochs und damit des Kantons Nidwalden durch die Mirage-Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe geprägt. Buochs war Heimatflugplatz der Mirage-Flotte, und zwar die logistische und operationelle Basis.

Der Militärflugplatz Buochs verbleibt als «Sleeping Base» im Kernbestand. «Sleeping Base» bedeutet, dass der Flugplatz militäraviatisch grundsätzlich nur noch im Eventualfall, das heisst in einem Krisenfall in der ausserordentlichen Lage genutzt wird. Das VBS behält einen Teil der Infrastrukturen, unterhält diese jedoch nur noch minimal. Der Flugplatz soll für punktuelle Operationen mit Propellerflugzeugen (inkl. Aufklärungsdrohnensystem ADS) und Helikoptern innerhalb von 6 Monaten, für ein bis dreiwöchige Operationen (Wiederholungskurse) mit Kampfjets, Propellerflugzeugen und Helikoptern innerhalb von 24 Monaten und als operationeller Luftwaffenstützpunkt für Jeteinsätze inklusive der Kaverne innert 36 Monaten reaktiviert werden können.

 

1928 Erste Belegung der Ebene zwischen Buochs-Ennetbürgen-Stans mit Militärflugzeugen
1937 Erster WK
1939 Bau der Halle 1 inkl. Dienstgebäude, Werkstätten, Theoriesäle, Garage und Platzwart-Wohnung sowie eines Rollwegs
1940 Bau einer ca. 600 m langen asphaltierten Piste, Erstellung Halle 2
1941 Fertigstellung Halle 3 und Motorenprüfstand Ennetmoos
1943 Bau einer zweiten Piste von 900 m Länge
1948 Inbetriebnahme der Hauptunterhaltsstelle für P-51 D Mustang
1949 Verlängerung der zweiten Piste auf 1500 m
1952 Einführung Helikopter Hiller 360
ab 1961 Buochs Fachstelle für Mirage
1964 Inbetriebnahme des neuen Kontrollturms, der Nachtflugbeleuchtung, der Barrierenanlage und des Truppen-Barackenlagers
ab 1970 Buochs Fachstelle für Quadradar-Anlagen, Bezug des neuen TKW-Gebäudes
1972 Bau der Alarm-Boxen und -plätze für die Mirage S
1974 Einweihung Betriebskantine und erstes Schulhaus
ab 1975 Buochs Fachstelle für Triebwerk, Radar und Klimaeinheit des F-5 Tiger
1977 Errichtung eines Prüfstandes für neues Triebwerk GE J-85 Tiger
1983 Bezug Lenkwaffen SIWA-Unterhaltswerkstätte
1986 Beidseitige Verlängerung der Südpiste
1988 Bezug Laser-Schweisswerkstatt, Hydraulik- und Triebwerk-Geräte-Werkstatt
1988 –1999 Realisation F/A-18-Bauprogramme: Avionik-Gebäude, Um- und Neubau der Lenkwaffen-Werkstatt sowie des Lenkwaffen-Depots, Neubau der zentralen Heizanlage, Sanierung der Flugzeughallen 1 und 2
1990 –1995 Bau von Installationen für das Bundesamt für Kommunikation
1996 Trennung BAMF in BABLW und SF
1999 Neubau der KAFA, Verabschiedung der Mirage III S, Kavernenumrüstung auf Tiger-Betrieb, Einstellung des zivilen Militärtraining-Flugbetriebs, Inbetriebnahme Start- und Landepiste für ADS 95
2002 Projekt Luftwaffe: Buochs ab 1.1.04: Sleeping Base

 

 


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